Der Presssack stammt ursprünglich aus Bayern und Franken und ist unter vielen Namen bekannt. Zu den Gängigsten gehören Schwartenmagen, Saumagen, Blunzen, Presswurst und Kochwurst. Die Brühwurst wird dabei traditionell als „nose to tail“ hergestellt, was vor allem unter den bewussten Konsument*innen Anhänger findet. Dabei werden Schweinemaske, Herz, Bauch und die Schwarte sowie Muskelfleisch und Speck in Würfel geschnitten und mit Gewürzen wie Kümmel in den Darm oder Magen gepresst, woraus sich der Name ableitet. Beim roten Presssack wird dabei noch Schweineblut verwendet, was den Geschmack etwas mildert, der Weiße wird ohne hergestellt. Der Unterschied zur regulären Wurst in Aspik liegt hierbei im Pressverfahren und der Anzahl der verwendeten Teile des Tieres. Der Presssack liefert aufgrund seiner vielseitigen Inhaltsstoffe eine ebenso breite Palette an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und wichtige A und B Vitamine, die in unserem Körper für Stoffwechselvorgänge, Zahn- und Knochengesundheit und unsere Augen wichtig sind. Gegessen wird die Presswurst traditionell zusammen mit einem Landbrot, deftigen Senf und Kren, Meerrettich, sie eignet sich aber ebenso hervorragend sauer angemacht mit Essig, Öl und Zwiebeln, auf einem Schnittlauchbrot, zusammen mit Bratkartoffeln zu einem Bier oder als deftiger Wurstsalat. Traditionell gehört Presssack zur Brotzeit auch mit auf die Vesperplatte.
Produktkennzeichnung:
- Der weiße Presssack besteht zum größten Teil aus wertvollem Muskelfleisch, das reich an Eiweiß und essentiellen Aminosäuren ist.
- Presssack gehört unter Kennern zu jeder herzhaften Brotzeit und wird gerne auch in Restaurants auf Vesperbrettern mit Zwiebeln, Essig und Öl, oder Senf und Kren, Meerrettich, serviert.
- Nach Anbruch sollte die Presswurst im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb der nächsten Tage verzehrt werden. Er kann aber auch problemlos für bis zu 3 Monate eingefroren werden.
Wissenswertes:
Die Kochwurst mit schnittfester Einlage ist eine Spezialität mit langer Tradition: Es ist überliefert, dass der fränkische Dichter Jean Paul im Jahr 1813 zum ersten Mal Presssack bestellt hat. Die Bezeichnung „Presssack“ verdankt sie einem Zubereitungsschritt, bei dem nach dem Kochen die Wurstmasse durch Pressen verdichtet wird. Dadurch wird erreicht, dass sich die Einlage im Grundbrät gleichmäßig verteilt.
Presssack-Wurst-Rezepte:
Wurstsalat vom Presssack
Zutaten ( für 4 Personen ):
- 200 g weißer Presssack
- 200 g grobe Schinkenwurst
- 2 weiße Zwiebeln
- ½ Bund krause Petersilie
- 75 ml Weißweinessig
- 1½ Tl Salz
- 3 Tl Zucker
- Pfeffer
- 75 ml Sonnenblumenöl
- 8 Scheiben Bauernbrot
Zubereitung:
- Weißen Presssack und grobe Schinkenwurst am besten mit der Aufschnittmaschine oder einem scharfen Messer in sehr dünne Scheiben schneiden. Zwiebeln in dünne Ringe hobeln. Petersilienblättchen abzupfen und hacken.
- Essig mit 150 ml Wasser, Salz, Zucker und Pfeffer in einer großen Schüssel verrühren. Öl unterrühren und den Presssack untermischen. Mindestens 20 Minuten durchziehen lassen. Zwiebeln und Petersilie untermischen und auf einem flachen Teller mit dem Brot servieren.
Presssack mit „Musik“
Zutaten ( für 4 Personen ):
- 4 Scheiben Presssack weiß, dicke Scheiben
- 4 EL Weißweinessig
- 1 Prisen Zucker
- Pfeffer, frisch gemahlener schwarzer
- 6 EL Öl, geschmackneutrales
- 4 Zwiebel(n)
- Pfeffer
- 8 Scheiben Brot
Zubereitung:
- Den Presssack aus der Pelle nehmen und mit einer Gabel mehrfach einstechen. Auf 4 Tellern verteilen. Weißweinessig mit Salz und Zucker verrühren bis sich beides aufgelöst hat. Pfeffer und Öl dazugeben und gut untermischen.
- Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Die Marinade und die Zwiebelringe auf dem Presssack verteilen und bis zum Servieren gut durchziehen lassen. Dazu je 2 Scheiben Brot reichen.
FAQ / Häufig gestellte Fragen:
- Wie schreibe ich Presssack?
- Eine
- Was ist der Unterschied zwischen Presssack und Blutwurst?
- Auf eine
- Wie wird Presssack hergestellt?
- Der
- Was ist im Weißen Pressack?
- Zu den
Nährwertangaben:
Portionsgröße | 100 Gramm |
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Energie (kJ) | 871 kJ |
Energie (kcal) | 210 kcal |
Fett | 17 Gramm |
davon: | |
– Gesättigte Fettsäuren | 6 Gramm |
Kohlenhydrate | 0,14 Gramm |
davon: | |
– Zucker | 0,1 Gramm |
Eiweiß | 14 Gramm |
Salz | 1,8 Gramm |