Tapiokastärke wird aus der Wurzelknolle der Maniokpflanze gewonnen, die in tropischen Ländern beheimatet ist. Dort ist sie auch als Cassava oder Yuca bekannt und wird ähnlich wie bei uns die Kartoffel als Grundnahrungsmittel verzehrt. Es gibt zahlreiche Rezepte, um Maniok zuzubereiten. In Südamerika schält man sie, zerreibt sie anschließend und lässt sie einweichen. Die stärkehaltige Knolle liefert nach dem Auspressen ein Mehl, das sich genauso wie Weizenmehl verwenden ist, aber glutenfrei ist. Als Nebenprodukt bei der Herstellung des Maniokmehls fällt Stärke an, die als Tapiokastärke bezeichnet wird.
Mit Tapiokastärke, die keinen Eigengeschmack hat, lassen sich besonders gut klare Suppen und Saucen binden. Sie erhalten eine samtige Konsistenz. Tapiokastärke wird vorwiegend in der asiatischen Küche eingesetzt, zum Beispiel um das bekannte Kroepoek (Krabbenbrot) herzustellen. Wird die Stärke durch grobe Siebe gepresst und dann heiß getrocknet, erhält man Tapiokaperlen, auch bekannt für die Zubereitung von Bubble Tea.